Ich bleibe da
Achtsamkeit verstehe ich als die Kunst da zu bleiben, bei mir zu bleiben, in der Gegenwart verankert zu sein, im Erleben zu bleiben.
Und dies auch dann, wenn Angst & Scham & Müdigeit kommen, wenn es unangenehm wird, wenn Gefühle auftauchen die ich nicht mag, die scheinbar schwierig sind.
Es ist die Kunst, da zu bleiben und dem, was sich in mir zeigt, mit Würde zu begegnen und ihm Raum zu geben, damit es seine eigenen Lösungen finden kann.
Es ist die Kunst neugierig zu bleiben, wenn alles in mir genervt ist und sich wegdrehen will.
Es ist die Kunst dem Leben in mir (und anderen) zu vertrauen, dass es den Weg kennt.
Es ist die Kunst, wenn es drauf ankommt, den Mut zu haben in jedem Moment neu anzufangen.

Dazu noch ein paar Gedanken aus der inneren Prozessarbeit:
Die Präsenz mit inneren Anteilen, die nicht aus ihrem Versteck kommen wollen… die auf jede Art von Agenda allergisch reagieren… die nie akzeptiert wurden in ihrer Verletztheit… die sich auf keine faulen Kompromisse & Spielchen einlassen…
Diese Anteile sind es wert, dass sie alle Zeit der Welt bekommen und jemanden (mich) der wirklich da ist und sie einfach nur sieht. Das ist einer ihrer sehnlichsten Wünsche…🧡 …gesehen sein & verstanden werden in radikaler Annahme. Sie wollen nicht repariert, transformiert oder geheilt werden.
Für mich sind sie die Barometer echter (Selbst)Liebe.
Und ihr Dank für meine Geduld ist pure Lebendigkeit und echter innerer Friede.
Anna